
Wer ein großes Hallen- oder Stalldach besitzt, hat zwei Möglichkeiten, damit Geld zu verdienen: das Dach an einen Betreiber verpachten oder selbst eine Anlage bauen lassen. Beide Wege haben ihre Berechtigung.
Weg 1: Dach verpachten
Ein Betreiber plant, finanziert, baut und betreibt die Anlage. Der Vertrag läuft meist 20 Jahre oder länger. Als Orientierung gelten 150 bis 200 € je Kilowatt-Peak installierter Leistung als Einmalzahlung, alternativ eine jährliche Zahlung, die um 2 % pro Jahr steigt.
- Keine Investition, kein Betriebsrisiko
- Versicherung und Wartung trägt der Betreiber
- Planbare, aber begrenzte Einnahmen
- Strom vom eigenen Dach nur, wenn eine Direktlieferung vereinbart wird
Weg 2: Eigene Anlage
Sie investieren selbst und erhalten dafür alle Erträge: eingesparte Stromkosten für den Eigenverbrauch und die Vergütung für eingespeisten Strom. Je höher Ihr eigener Stromverbrauch tagsüber, desto besser rechnet sich das.
- Deutlich höhere Rendite über die Laufzeit möglich
- Günstiger Strom für Betrieb, Kühlung oder Maschinen
- Kapitalbindung und Verantwortung für den Betrieb
- Finanzierung über Förderkredite möglich
Was beide Wege voraussetzen
- Ausreichende Statik: Die Anlage bringt etwa 15 bis 25 kg pro Quadratmeter aufs Dach.
- Ein Dach, das noch mindestens 20 Jahre hält. Steht eine Sanierung an, sollte sie vorher erfolgen.
- Keine asbesthaltige Eindeckung
- Möglichst wenig Verschattung durch Bäume, Silos oder Nachbargebäude
Unsere Faustregel
Verbrauchen Sie viel Strom selbst und haben Sie Kapital oder Zugang zu Förderkrediten, spricht vieles für die eigene Anlage. Wollen Sie keinen Aufwand und kein Kapital binden, ist die Verpachtung die bessere Wahl. Wir rechnen Ihnen beide Varianten für Ihr konkretes Dach kostenlos durch.

